Hals- Nasen- Ohrenheilkunde
Wie der Name es schon sagt, befasst sich unser Fachgebiet mit Erkrankungen
des Ohres:
In diesem Bereich liegt unser Schwerpunkt auf der Erkennung von Hörstörungen,
was insbesondere bei Kindern ein besonders Vorgehen bedarf, da neben der Befundung der Hörleistung
auch der Stand der Sprachentwicklung entscheidend ist. Wir verfügen über moderne Computertechnik
zur Hördiagnostik (BERA, DPOAE) und eine Logopädin, die zur Diagnose beträgt.
Ein Hörgeräteakusiker ist regelmäßig in der Praxis anwesend und steht zur Hörgeräteanpassung und Wartung zur Verfügung. Operativ beseitigen wir Fehlstellungen der Ohrmuscheln, Wasseransammelung im Mittelohr und Trommelfelllöcher. Unsere Sprechstunde zu Ohrerkrankungen gewährleistet ausreichend Zeit zur intensiven Patientenbetreuung. Das Ohr kann auch Ursache von Schwindel sein. Neben der Diagnostik des Schwindels haben wir auch ein spezielles Schwindeltraining mit unserer Krankengymnastin entwickelt.
der Nase:
Verlegung der Nasenatmung, immer wiederkehrende Entzündungen der Nebenhöhlen, Allergien, sind häufige Erkankungen.
Operativ werden bei uns Korrekturen der Nasenscheidewände und Eröffnung der Nebenhöhlen durchgeführt.
Besonders die Behandlung der Allergien hat in den letzten Jahren zugenommen. Wir führen verschiedene Immuntherapien durch.
Die Betreuung der Patienten erfolgt durch unsere Allergiebeauftragte.
des Halses:
Bei einem HNO-Arzt denkt man zunächst an einen Doktor der die Mandeln und Polypen rausnimmt. Das ist manchmal auch sinnvoll,
insbesondere wenn Kinder nachts keine Luft bekommen oder sehr häufige Mittelohrentzündungen haben. Mandeln entfernen wir nur,
wenn nach häufigen Entzündungen keine andere Wahl besteht. Wir beschränken uns auf Polypenentfernungen bei Kindern
und Mandelentfernungen bei Erwachsenen. Häufig sind Halsentzündungen auch durch zuviel Magensäure verursacht.
In Zusammenhang mit den Internisten unserer Klinik behandeln wir auch diese Erkrankung. Bei zu großen Lymphknoten im Hals nehmen
wir Blut ab und untersuchen dieses auf bestimmte Erreger, falls es erforderlich ist können wir auch einzelne Lymphknoten entfernen und zur
feingeweblichen Untersuchung einsenden.
Ein weiterer, wichtiger Bereich des Halses: der Kehlkopf:
Eine Erkrankung des Kehlkopfes kündigt sich durch Heiserkeit oder Schmerz und ein Druckgefühl im Hals an.
Eine Kehlkopfuntersuchung bedeutet immer, dass man sich genau unter die Lupe nimmt, was der Auslöser ist. Um die Belastung dieser,
oft nicht ganz angenehmen Untersuchung möglichst gering zu halten, verwenden wir verschiedene optische Instrumente. Darüber
hinaus haben wir auch die Möglichkeit, die Stimme des Patienten mit Hilfe eines Computers zu untersuchen, um so einen Plan mit unserer
Stimmtherapeutin auszuarbeiten. Falls eine genaue Diagnose nicht möglich ist, oder kleine Gewächse von den Stimmbändern entfernt
werden müssen, geschieht dieses unter Narkose mit Hilfe eines Mikroskops.
Unsere Schlaflabore sind akkreditiert, d.h.: wir wurden von einer externen Prüfkommission auf Qualität geprüft und für gut empfunden. Dieser Vorgang ist freiwillig, zeigt aber einen Leistungsstandart, der unseren Patienten ermöglicht, unserer Klinik mit anderen Kliniken zu vergleichen.
Die Schlafmedizin beschäftigt sich mit unerholsamen Schlaf, welcher die betroffenen Personen im täglichen Leben stark belasten kann. Um die Symptome zu erkennen und eine eindeutige Diagnose stellen zu können, wird eine Schlafstudie (Polysomnografie) in einem Schlaflabor durchgeführt.
Während des Schlafes werden die Hirnströme, die Muskelströme, die Brustkorbbewegungen, der Herzschlag, die
Bauchbewegungen, der Luftstrom durch die Nase und den Mund und die Schnarchgeräusche aufgezeichnet. Parallel dazu wird ein
Videofilm, der Schlafbewegungen angefertigt. Aus diesen Daten wird ein Gesamtbild des Schlafverhaltens erstellt.
Schlafstörungen werden unterschieden in Störungen die durch Veränderungen des Atemmusters bedingt sind, z.B.
Schnarchen, Schlafapnoesyndrom und Störungen die durch Veränderungen der Schlafarchitektur bedingt sind (z.B. Ein- und
Durchschlafstörungen bei seelischen Belastungen). Eine besondere Gruppe bilden Schlafstörungen die durch nächtliche
Beinbewegungen bedingt sind. Zur Behandlung dieser Störungen stehen medikamentöse, operative und apparative Therapien
zur Verfügung.
Die Untersuchung erfolgt im Rahmen von 1-2 Nächten in einem unserer Schlaflabore. Zuvor ist eine ambulante Untersuchung
(Polygrafie) vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Die erforderlichen Messgeräte werden durch unsere Praxis am Nachmittag dem Patienten
ausgeliefert und am nächsten Morgen ausgewertet. Für Patienten, welche eine apparative Therapie bedürfen (CPAP-Therapie)
steht ein Techniker kontinuierlich in unserer Praxis zur Verfügung.
Patienten die sich für eine operative Therapie entscheiden werden in unserer Klinik von mir persönlich operiert.
Ein besonderer Service unserer Praxis: Hörgeräte direkt vom HNO-Arzt
Hauptsächlich gibt es zwei Arten von Hörgeräten: Im-Ohr-Geräte (IdO), die im Hörkanal getragen werden und Hinter-dem-Ohr-Geräte (HdO), bei denen das
Gerät hinter der Ohrmuschel getragen wird und ein Schallschlauch die Signale ins Ohr leitet.
IdO-Geräte werden komplett individuell der Form des Hörkanals angepasst. HdO-Geräte benötigen ein individuell angepasstes
Ohrpassstück, das den Hörkanal verschließt und den Schallschlauch im Ohr fixiert.
IdO-Geräte sind in 5 Baugrößen unterteilt: Das kleinste, CIC, verschwindet komplett im Hörkanal und ist von außen kaum noch sichtbar, die folgenden Modelle MC, ITC, HS und ITE sind jeweils etwas größer und daher
auch von außen etwas deutlicher zu erkennen. Grundsätzlich gilt: Je höher die benötigte Verstärkungsleistung, desto größer ist das Gerät.
Eine Besonderheit stellt die so genannte offene Versorgung dar.
Ein sehr kleines HdO-Gerät (Ion von SONIC innovations) leitet seine Signale über
einen Schallschlauch ins Ohr, der so fixiert wird, dass der Hörkanal nicht verschlossen wird. Dadurch entsteht ein noch natürlicherer Höreindruck und
das Hörgerät wird praktisch kaum gespürt. Diese Form der Versorgung ist allerdings nur für bestimmte Hörverluste im höheren Frequenzbereich geeignet.
IdO-Geräte sind in unterschiedlichen Baugrößen lieferbar. Die Größe des Hörgerätes richtet sich unter anderem nach der benötigten
Verstärkungsleistung und dem technischen Leistungsumfang des Gerätes.
CIC (engl.: Complete in the Canal) ist das kleinste Gerät und verschwindet fast vollständig im Hörkanal.

MC (engl.: Micro-Canal) ist nur wenig größer als das CIC-Gerät.
ITC (engl.: In the Canal) ist von außen schon etwas mehr zu sehen.

HS (engl.: Half Shell) füllt den inneren Bereich der Ohrmuschel zur Hälfte aus,

während ITE (engl.: In the Ear) den inneren Ohrmuschelbereich vollständig ausfüllt.